Songwriting
Neben dem Theater ist die Arbeit an eigenen Liedern im Dialekt meiner Oberbaselbieter Heimat meine zweite große Leidenschaft. Mit dem Begriff ‚Barden’ wurden in früheren Zeiten wohl jene bezeichnet, die dem Drang folgten, die eigenen Eindrücke und Geschichten in Verse zu fassen, den Versen Rhythmus und Melodie zu geben, um sie mit Gesang vorzutragen. Mögen sich Stile und Mittel verändert haben, die Kernaufgabe des Barden aber bleibt dieselbe: Unterhalten, erinnern, klagen, spotten und berühren. Ich sehe meine Arbeit als Teil dieser Tradition.
In unserer Gegend gibt es so gut wie kein vererbtes, regionales Liedgut. Darum schreibe ich alle meine Lieder in der Mundart meines Heimatdorfes, - Authentizität braucht sprachliche Wurzeln. Ich schaue den Leuten aufs Maul und benutze die leicht antiquierte Sprache und ihren eigentümlichen Klang in meinen Versen als eine Art Kunstsprache. Unser Dialekt hat viele kurze, einsilbige Wörter, die in einen rhythmisch- musikalischen Zusammenhang gebracht, zu rollen beginnen. Vielleicht möchte ich mit meinen Liedern ein kleines Stück davon wett machen, worum ich die Iren und Schotten beneide und was in meiner Heimat ziemlich fehlt: Lieder in der eigenen Sprache.
Hinzu kommt die Neigung, dem Armseligen und scheinbar Unbedeutenden Beachtung zu schenken. So handeln etliche meiner Lieder, die ich gerne Schangsongs nenne, eben von einem dörflichen Archetypus Namens Schang und davon, wie er aus der tiefsten Agglomeration die Welt sieht. So ergeben sich die Grundthemen meiner Lieder. Die eigentliche Entdeckung aber ist, dass sich die Sprache immer der Musik bemächtigt und ihr den Stempel aufdrückt.
Hier die Texte der neuen CD - anklicken zum Vergrössern!
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